Grenz dich ab und lass auch mal die anderen leiden!

Stressige Eltern, egoistische Kollegen, unzuverlässige Partner oder rücksichtslose Kinder können einen in den Wahnsinn treiben. Immer noch ein Problem, das sie dir zuschieben und das du für sie lösen sollst! Wer da nicht lernt, ihnen ihre Grenzen aufzuzeigen, wird ausgeplündert wie ein Sonderverkaufstisch am Black Friday.

Attilas neues Buch „Ich mach da nicht mehr mit” zeigt dir auf 192 Seiten, wie du dich endlich abgrenzt und auch mal die anderen leiden lässt. Grenzen setzen für Einsteiger und Fortgeschrittene – mit vielen Tipps und manchem fiesen kleinen Trick. Bestell dir jetzt dein Exemplar!

Einmal ist es genug…

Einmal kommt der Tag, an dem es genug ist. Wieder mal steckst du in Schwierigkeiten, die dir andere angehängt haben. Kämpfst mit Problemen, die überhaupt nicht deine eigenen sind. Bei den einen sind es Geldsorgen, weil sie unbedingt wieder jemandem helfen mussten, der nicht so überlegt und sorgfältig plant wie sie selbst. Bei den anderen ist es Stress, weil sie wieder so viel für andere übernommen und erledigt haben, dass ihre eigenen Sachen liegen geblieben sind. Das Ergebnis: Todmüde im Kampf für andere, die das selbst sehr entspannt sehen: Du wirst schon klarkommen, DAS ist ja nun wirklich dein Problem.

Bei dir ist es vielleicht der Tag, an dem dir deine Mutter fünfzehn WhatsApp-Nachrichten geschickt hat, in denen sie stündlich ihre Ärgernisse auflistet: „Stell dir vor, meine Blähungen sind zurück!” Und du genau weißt, dass sie dich – wie immer – kurz nach Beginn der „Tagesschau” anrufen wird, um dir alle ihre Sorgen noch einmal ganz genau zu erzählen. Abschließen wird sie mit einem stillen, gleichzeitig irgendwie heimtückischen Vorwurf: „Hauptsache, dir geht es gut!”

Oder es ist der Tag, an dem dir deine „eigentlich total nette” Kollegin wieder einmal die Hälfte ihrer eigenen Aufgaben auf den Schreibtisch geschoben und gemeint hat: „Du kannst das einfach besser als ich!” Und du genau weißt, dass sie sich absichtlich blöd stellt, um pünktlich ihren Bus nach Hause zu bekommen und sich ausgeruht ihrem Garten oder irgendwelchen Hobbys zu widmen. Währenddessen du nach Feierabend noch da sitzt und ihre Arbeit erledigst, weil du wieder einmal nicht Nein sagen konntest. Ist doch ein tolles Dankeschön!

Oder es ist der Tag, an dem dir deine Teenagertochter eröffnet, dass sie ihre Ausbildung – mühsam von dir organisiert, weil sie in der Schule hauptsächlich mit Kiffen beschäftigt war – abbrechen und wieder bei dir einziehen will: „Ich muss mir erstmal überlegen, was ich im Leben wirklich will!” Bis sie das raushat, wahrscheinlich frühestens mit Mitte 30, wäre es ihr nur recht, wenn du weiterhin für kostenlose Verpflegung und Unterkunft sorgen würdest. Es hat sich ja nun mal schon so schön eingespielt zwischen euch in den vergangenen Jahrzehnten.

An diesem Tag spürst du etwas in dir aufsteigen, das kalte Wut und heiße Rachegefühle auf ähnlich köstliche Weise miteinander kombiniert wie Vanilleeis mit heißen Kirschen: „Es reicht, ich mach da nicht mehr mit!” Dieser Moment allein ist bereits ein Genuss, ein lang ersehntes Schlaglicht der Klarheit und des Entschlusses nach einer Ewigkeit an Selbst- und Fremdbetrug.

Das vorliegende Buch aber wird dir helfen, noch einen Schritt weiterzugehen: dich nämlich endlich aus der belastenden Beziehung zu befreien und auch mal die anderen ein bisschen leiden zu lassen. Sie haben es verdient und brauchen es dringend, auch wenn sie es selbst noch nicht wissen. Es ist dein Beitrag zu ihrer Persönlichkeitsentwicklung, du hilfst ja gern, damit andere endlich zu Verstand kommen.

Du bist einfach zu nett und zahlst ständig den Preis dafür

Wahrscheinlich hast du viele Jahre bis zu dieser Einsicht gebraucht und nickst mit Blick auf diverse Personen in deinem Leben: „Ja, ich habe inzwischen eine ordentliche Abschussliste. Aber bei mir ist es eher eine Art Schriftrolle – sehr, sehr lang.” Übereile hier nichts. Du hast es nicht zwingend mit egoistischen, rücksichtslosen, berechnenden Menschen zu tun, auch wenn sie zugegebenermaßen alles dafür tun, dass es auf dich so wirkt. Du warst einfach ein bisschen zu nett, zu nachgiebig, zu hilfsbereit und hast dafür schon einen hohen Preis bezahlt.

So war es für eine Bekannte von mir sicher keine besonders gute Idee, höflich zu bleiben, als dieses verunglückte Tinder-Date tatsächlich die Nerven hatte, sie erst auf LinkedIn zu stalken, dann ihre Büronummer über Google herauszufinden und sie während ihrer Arbeitszeit anzurufen, um ihr am Telefon eine zweite Verabredung aufzudrängen. „Mach das noch einmal, und ich bin bei der Polizei”, wäre eine angemessene Reaktion gewesen. Der Mann konnte froh sein, dass er sich außerhalb der Reichweite einer ordentlichen Ladung Pfefferspray befand.

Eine Kollegin hätte sich auch nicht nur still ärgern sollen, als ihr Partner mal wieder ihr Handy borgen musste, weil er „gerade kein Guthaben mehr” hatte, sondern ausflippen: „Habe ich eigentlich ein Kind geheiratet? Das nächste Mal ziehe ich dir das Ding über den Kopf!” Manche Beziehungen zerstören sich in der Einheit von erbettelten Geldscheinen.

Es war auch nicht hilfreich von einem Freund in meiner Nachbarschaft, Verständnis zu heucheln, als die griesgrämige ältere Dame unter ihm sich mal wieder beklagte, dass sie angeblich „jeden Schritt” von ihm höre, obwohl er bereits auf Fußspitzen durch seine Wohnung trippelte, die nun wahrlich nicht billig war. Eine passende Ansage wäre stattdessen gewesen: „Wirklich komisch! Den Fernseher müssen Sie auf Rockkonzert-Lautstärke drehen, um etwas zu verstehen, aber wenn ich auf Socken zum Kühlschrank gehe – das geht durch?”

Am liebsten nix wie weg, nur wohin?

Natürlich haben wir alle die Schlaumeier unter unseren Freunden, die ganz erstaunt tun: „Was, solche Probleme hast du? Da hätte ich schon längst den Kontakt abgebrochen!” Oder: „Also, ich würde mir das nicht bieten lassen.” Aber du weißt längst, wie lebensfremd diese Kommentare sind. Daher jetzt mal Klartext: Die meisten Probleme haben wir doch mit Menschen, denen wir gar nicht entkommen können und, ehrlicherweise, oft auch nicht wollen: Partner, Verwandte, Freunde, Chefs, Kollegen und Nachbarn. Wir können nicht ohne sie, aber leider eben oft auch nicht mit ihnen. Das nervige Ergebnis: keine Chance auf Flucht!

Wer nicht lernt, ihnen bei Bedarf freundlich, aber bestimmt ihre Grenzen aufzuzeigen, kann sich zwar trennen, fängt dann aber beim Nächsten wieder von vorn an. Wie viele Stars haben uns vorgeführt, dass auch der achte oder neunte Ehepartner seine Macken hat, und da ist die absehbare Entwicklung bei Heidi Klum noch gar nicht eingerechnet. Bei deiner Scheidung sind eventuell nicht mal Juwelen oder eine Villa am Meer drin.

Die Tochter einer Bekannten hat inzwischen zwölf Praktika im Lebenslauf, die allesamt „nichts waren” – „unmögliche Firmen!” – und muss nun eben wieder nach einem Job suchen. Wer jedes Mal, wenn wieder ein Nachbar nervt, umziehen will, sollte wohl praktischerweise gleich in einem Lkw wohnen. Warum da nicht lieber diejenigen zurechtrücken, die du schon kennst, und mit denen du im Grunde arbeiten kannst?

Erfahrungen aus der Praxis

Die Idee zu diesem Buch entstand aus den Gesprächen, die ich in den vergangenen neun Jahren als Coach mit Klienten geführt habe. Mehrere haben mir gestattet, ihre Geschichte hier in anonymisierter Form zu erzählen, damit andere davon lernen können, wofür ich ihnen sehr zu Dank verpflichtet bin. Du findest ihre Erfahrungen in den nachfolgenden Kapiteln, die verschiedene Aspekte unseres Themas – Grenzen ziehen, damit du nicht völlig überrannt wirst – behandeln. Diese Beispiele sollen dir ganz praktisch zeigen, warum das für dich wichtig ist und was du zukünftig anders machen kannst. In früheren Jahren war ich lange als Journalist tätig, wo ich ebenfalls unterschiedlichste Lebensgeschichten und -erfahrungen kennenlernen durfte, die hier auch in der einen oder anderen Form reflektiert sind.

Du wirst feststellen, dass dieses Buch auch einige ernste Themen behandelt, aber immer mit Humor, und das ist die erste Lektion: Lass dir von den anderen nie mehr die Laune vermiesen, sondern entdecke den Spaß daran, die Grenzen in deinem Leben neu zu ziehen – und zwar so, wie es dir am besten passt. Es gibt immer eine Lösung, diesmal darf sie den anderen wehtun.

„Niemand ist eine Insel”, hat ein Dichter geschrieben, und das stimmt. Du musst dich allerdings auch nicht als Einflugschneise für alle Probleme der Menschheit anbieten. Freu dich also auf unsere gemeinsame Reise mit dem Ziel, dir ab sofort nicht mehr alles bieten zu lassen. Ein entschiedenes Nein zu anderen ist ein fettes Ja zu dir selbst!

Weiter geht es in deinem Buch-Exemplar…

Das findest du alles im Buch

Aufgewacht im Märchenland: Man hat dich reingelegt! Eltern, Geschwister, Kinder, Partner, Kollegen und Nachbarn sind gar nicht so nett, wie alle sagen. Lass dir nicht mehr einreden, du müsstest ständig für andere da sein.

Nur wer an sich selbst glaubt, kann Grenzen setzen: Wer sich abgrenzen will, muss daran glauben, dass er das Recht dazu hat. Setze dich ein wenig damit auseinander, was du über dich selbst denkst und wie du andere siehst.

Grenzen muss man sich leisten können: Sich abgrenzen, das sagt sich so leicht. Doch was, wenn man finanziell, emotional oder anderweitig abhängig ist? Je mehr Unabhängigkeit du dir schaffst, umso leichter hast du es.

Check: Wie gut grenzt du dich schon ab? Mit einer einfachen Methode kannst du selbst sofort einschätzen, wie gut du dich bereits von anderen abgrenzen kannst und was dir hilft, diese Fähigkeit zu verstärken.

Lass die Vergangenheit hinter dir: Manchmal muss man sich von Menschen und Ereignissen abgrenzen, die längst Geschichte sind. Befreie dich von der Vergangenheit und sei stolz auf deine Lebensgeschichte.

Wie es für dich weitergeht: Sich mehr abgrenzen, wer wollte das nicht? Aber so lange nichts umgesetzt ist, waren das alles nur unverbindliche Anregungen. Diese Schritte helfen dir, wirklich einen Anfang zu machen.

Mit 9 Fallanalysen und praktischen Übungen

  • Anne wird jeden Abend von ihrer einsamen Mutter angerufen, die ihr subtil vorwirft, sich nicht genug um sie zu kümmern.
  • Sarinas Kollegin schiebt ihr immer wieder ihre eigenen Aufgaben auf den Schreibtisch – sie könne es doch am besten.
  • Peter wollte seinen ungeliebten Job längst kündigen, aber Routine und familiäre Verpflichtungen halten ihn fest.
  • Markus hat sich lange von seiner Ex-Frau herumkommandieren lassen. Selbst nach der Trennung überlegt er zuerst, wie sie entschieden hätte.
  • Caroline hat ihre beiden erwachsenen Töchter wieder bei sich einziehen lassen und bereut es. Die ständigen Konflikte erschöpfen sie. 
  • Tom arbeitet hervorragend, merkt aber nicht, dass er seine Chefs und das Team überfordert – bis er ganz allein dasteht und entlassen wird. 
  • Axel ist genervt von seinem ehemaligen Schulfreund, der ihm ständig seine Meinungen aufdrängen will. 
  • Marina hat lang hingenommen, dass ihr Mann sie lieblos behandelt. Sie war froh, nicht mehr allein zu sein, denkt nun aber an Scheidung. 
  • Sören fühlt sich von seiner Mutter, die seit der Scheidung mit ihm allein lebt, als Ersatzpartner vereinnahmt.

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„Ich mach da nicht mehr mit” erhälst du bei deinem lokalen Buchhändler, bei allen großen Online-Händlern und direkt beim Verlag Gräfe und Unzer. Das Buch kostet 16,99 Euro (Deutschland), 17,50 Euro (Österreich) bzw. 21.90 Fr. (Schweiz). Bestelle dir jetzt dein Exemplar!