Bist du ein Perfektionist? Dieser Test verrät es dir

Manchmal ist es gar nicht so einfach, zwischen gewissenhafter Gründlichkeit und Perfektionismus zu entscheiden. Gleichzeitig liegt ein großer Unterschied darin: Letzteres ist der Schritt zu weit, der dich verunsichert, blockiert und runterzieht. Bist du ein Perfektionist? Hier findest du die wichtigsten Fragen dazu beantwortet – und eine Selbsttest, um es für dich herauszufinden. Mehr dazu erfährst du in meinem Buch „Perfektionismus ist ein Arschloch”.

 

Die wichtigsten Fragen und Antworten

Was ist Perfektionismus?

Überzogene Erwartungen an dich und andere – keine Fehler machen wollen, keine bei anderen dulden. Im Berufsleben ist das am offensichtlichsten, gefolgt vom Dating (z. B. unerfüllbare Anforderungen an einen möglichen Partner). Aber Perfektionismus gibt es in allen Lebensbereichen. Beispiel: Selbstgemachter Sport- und Freizeitstress.

Warum ist Perfektionismus ein Problem?

Wer immer 150 Prozent erreichen will, bekommt bald gar nichts mehr erledigt und verausgabt sich völlig. Unerreichbar hohe Ansprüche führen zu ständigen Enttäuschungen, überlasten und frustrieren. Perfektionisten wollen jeden Fehler vermeiden und werden deshalb oft sogar langsamer und umständlicher. Das stresst sie zusätzlich.

Was unterscheidet das vom Ehrgeiz?

Wer ehrgeizig ist, nimmt sich in entscheidenden Situationen vor, sein Bestes zu geben. Es gelingt nicht immer, macht aber besser und motiviert. Wer perfektionistisch ist, hält das Beste für etwas, das selbstverständlich immer erreicht werden muss. Eigentlich will er immer über dem Soll abschließen. Das ist unmöglich, unnötig, frustriert und demotiviert. 

Was sind die häufigsten Ursachen?

Die übertriebene Angst, Fehler zu machen, kritisiert, blamiert oder enttäuscht zu werden. Oft ist sie das Ergebnis schwieriger Erfahrungen in Kindheit und Jugend: Dass man sich Liebe und Anerkennung erst verdienen musste und nur etwas wert war, wenn man mehr als die anderen geleistet hat. Das kann bis ins Erwachsenenleben nachwirken.

Gibt es auch positive Perfektionismus?

Ja, in zwei Bereichen: Wenn die Risiken hoch und die Fehlertoleranzen minimal sind (z. B. beim Steuern eines Flugzeuges, Betrieb eines Kraftwerks, medizinische OPs). Und aus Liebe zu Qualität oder Freude bei der Umsetzung (z. B. Maßanfertigung, Kunsthandwerk). Bei Routine-Aufgaben im Alltag muss das Ergebnis nicht perfekt sein – gut reicht.

Wie kann man sich vom Perfektionismus befreien?

Erinnere dich daran, dass deine Zeit, Geld und Energie begrenzt sind und du nicht nur eine Aufgabe hast. Unterscheiden deshalb bei jedem Vorhaben: Wo ist Perfektion machbar und sinnvoll, wo nicht? Im Alltag ist meist nur entscheidend, dass du überhaupt etwas ablieferst, das seinen Zweck erfüllt – oft sogar nur für eine begrenzte Zeit.

Was ist mit der Angst vor Kritik?

Wo immer sich etwas bewegt, geschehen Fehler. Manchmal wirklich wegen Versäumnissen. Häufig aber wegen Unerfahrenheit oder dem Versuch, etwas einmal anders anzugehen. Fehler sind damit nicht nur normal, sondern notwendig für jede positive Veränderung. Nur wer nicht ständig perfekt sein will, wird langfristig besser, klüger und stärker.

Wie perfektionistisch bist du?

Wie stark belastest du dich durch Perfektionismus? Dieser Test verrät es dir. Beantworte dafür die folgenden 35 Fragen mit Ja oder Nein. Überlege dabei nicht zu lange, sondern entscheide spontan nach deinem Gefühl. Die Auflösung sagt dir, wie gut du deine eigenen Ansprüche an Aufgabe und Situation anpassen und pragmatisch sein kannst.

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Dein Perfektionismus überlastet dich

Deine besonders hohen Ansprüche führen dazu, dass du dich immer wieder überlastet und selbst bei einem eigentlich guten Ergebnis enttäuscht oder frustriert bist. Unterscheide stärker, wo Perfektion überhaupt bedeutsam ist. Tipp: Nutze keine Aufgabenlisten („To-do-Listen”) mehr, sondern Prioritätenlisten. Was dort oben steht, muss perfekt gelingen – je weiter unten und damit unwichtiger, desto gelassener darfst du sein.

Es hängt noch sehr von der Situation ab

Je nach Aufgabe und Situation fällt es dir unterschiedlich leicht, dich vom Perfektionismus zu lösen. Oft hängt das eher damit zusammen, wie stark und sicher du dich gerade fühlst, auch einmal Fehler zu riskieren. Tipp: Übe, mehr Aufgaben zu delegieren, um Verantwortung zu teilen und dich zu entlasten. Bietet sich im Job dafür gerade keine Gelegenheit, dann möglicherweise in der Familie oder mit Freunden.

Du gehst recht pragmatisch heran

Du gehst meist recht pragmatisch an deine Aufgaben heran und schaffst es, sie mit angemessenem Aufwand zu erledigen. Deshalb bist du selten gestresst, bleibst manchmal aber auch unter deinen Möglichkeiten. Tipp: Entscheide die sich für einige berufliche oder private Schwerpunkte, bei denen du möglichst das Beste herausholen willst – wissend, dass es immer nur eine Annäherung sein wird.

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